Faszination Polo

Kleines 1x1 des Polo.
Beim Beach-Polo bestehen die Teams – anders als beim Rasenpolo – nur aus zwei Spielern pro Mannschaft. Damit wird das beim Polo ohnehin schon entscheidende individuelle Können der Spieler noch wichtiger. Freuen Sie sich auf dynamische Spiele und Beachatmosphäre! 

Hier die Basics auf einen Blick:

 

Wegerecht:

Das so genannte Wegerecht (Right of Way) ist die wichtigste und grundlegendste Regel im Polosport. Sie besagt, dass der Spieler, der seinem geschlagenen Ball auf gerader Linie folgt, oder als Erster ohne sichtbare Behinderung anderer auf die Linie des rollenden oder fliegenden Balles einschwenkt, nicht von einem anderen Spieler gekreuzt werden darf, wenn dadurch der Spieler oder das Pferd gefährdet werden würde. Die Spieler, die nach dem ersten Spiel an die Linie des Balles kommen, müssen entweder mit deutlichem Abstand vorher anhalten oder sich - wie im Verkehr - "einfädeln".

 

Seitenwechsel:

Oftmals verwirrend für Polo Neulinge: Nach jedem Tor wechselt die Spielrichtung. Diese Regel stammt aus der Zeit, als englische Offiziere in der Abendsonne Indiens Polo spielten und die Spielrichtung gegen die untergehende Sonne ein echter Nachteil war.

 

Das Spielfeld:

Das Polo-Spielfeld ist mindestens 80 x 25 Meter und ist mit 1,20 Meter hohen Seitenbanden ausgestattet. Die Torpfosten, 3 Meter hohe Stangen, stehen 5 Meter auseinander. Eine obere Begrenzung gibt es nicht. Als Torerfolg wird jeder Ball gerechnet, der zwischen den Pfosten oder den gedachten Verlängerungslinien der Pfosten - egal in welcher Höhe - hindurch geschlagen wird.

 

Das Handicap:

Das reguläre Handicap eines Spielers basiert auf den Leistungen einer vollen Polosaison und wird von einer Kommission nach internationalen Maßstäben bestimmt. Fast 90 Prozent der Spieler haben ein Handicap von 0 bis +2. Die Summe der Einzel-Handicaps ergibt das Gesamthandicap eines Teams. In einem Spiel erhält die Mannschaft mit dem niedrigeren Gesamthandicap eine Torvorgabe. Zudem bestimmen die Teamhandicaps auch über die Einstufung der Mannschaften in die einzelnen Spielklassen.

 

Die Spielzeit:

Ein Spiel besteht aus mindestens vier und höchstens acht Spielabschnitten, die Chukker genannt werden. In der Bundesrepublik werden meist vier Chukker gespielt, wobei ein Chukker 5 Minuten plus 30 Sekunden lang ist. Dies ist die reine Spielzeit. Bei Unterbrechung des Spiels wird die Uhr angehalten. Die Pausen zwischen den Chukker betragen etwa drei Minuten, nach dem Chukker etwa fünf Minuten. Seitenwechsel erfolgt nicht nur nach jedem Chukker, sondern auch nach jedem Torerfolg.

 

Die Schläge:

Ähnlich wie im Tennis wird sowohl forehand als auch backhand geschlagen - und das auf beiden Seiten des Pferdes (rechte Seite: offside, linke Seite: nearside). Sowohl nearside als auch offside sind Vorhand- und Rückhandschläge, auch angeschnittene "Cut"-Schläge sind möglich. Schläge unter dem Hals des Pferdes nennt man "Neckshots", Schläge hinter dem Rumpf "Tailshots".

 

Das Team:

Die Spieler können ihre Position kurzfristig wechseln, aber sie versuchen stets zu ihren Ausgangspositionen zurückzukehren, sobald ihnen das möglich ist. Generell gibt es im Polosport keinen Torwart.

 

Der Schiedsrichter:

Der Schiedsrichter hat aus seiner Position heraus die endgültige Entscheidung über das Spielgeschehen.

 

Das Stickhaken ("Sticken"):

Der gegnerische Spieler darf mit dem Stick am Schlag gehindert werden. Der angreifende Spieler versucht dabei, den Schlag des anderen zu stören oder zu unterbinden, indem er ihn mit seinem eigenen Stick behindert. Dies ist jedoch nur erlaubt, wenn der gegnerische Reiter nicht noch anderweitig behindert wird und sich der Ball zwischen den Pferden der beiden Spieler befindet. Dieses Haken ist nur bis zur Pferderückenhöhe erlaubt.

 

Das Abreiten:

Ein Spieler darf einen anderen abdrängen, um diesen am Schlag zu hindern. Im Polosport heißt das "Abreiten". Der Winkel, aus dem der Zusammenprall ausgeführt wird, darf dabei jedoch nur so groß sein, dass für Reiter und Pferde keine gefährlichen Situationen entstehen. Das Abreiten in die Bande ist nicht erlaubt.

 

Die Fouls:

Im Falle eines Foulspiels (etwa dem Eindringen in das Wegerecht) darf die behinderte Mannschaft am Ort des Geschehens (On the Spot) eine Strafschlag (Penalty) ausführen. Ähnlich wie im Fußball oder im Eishockey kann ein Spieler wegen eines Foulspiels verwarnt und für einen Chukker oder gar vom ganzen Spiel ausgeschlossen werden. Das Eindringen in das Wegerecht eines anderen Spielers wird als Foul gewertet. In der Regel führt dieser Verstoß zu einem Strafschlag.

 

DPV

Weitere Informationen über das Regelwerk finden Sie auf der Homepage des Deutschen Poloverbandes: www.dpv-poloverband.de

 

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